Mit Hilfe von Umlenkspiegeln wird der CO2-Laserstrahl zum Bearbeitungkopf geführt. Die von FEHA gefertigten Spiegel bestehen aus beschichtetem Silizium. Die dielektrische Beschichtung weist dabei eine hohe Reflektivität von > 99,5% auf und führt somit zu keiner wirksamen Phasenverschiebung im Laserstrahl (TRZ: total reflector zerophaseshift). Insbesondere für das Laserstrahlschneiden ist die Verwendung solcher Spiegel vorteilhaft, um höchstmögliche Schnittqualitäten zu erlangen. Für mittlere Laserleistungen ≤ 1200 Watt ist eine Luftkühlung hinreichend. Für höhere Leistungen wird eine Wasserkühlung der Spiegel empfohlen. Umlenkmodule werden von uns in verschiedenen Varianten angeboten.

Bauart Öffnung Umlenkwinkel Kühlung
offen je nach Winkel,
max. 39 mm
wählbar Luft/Wasser
prismatisch 30 mm 90° Luft/Wasser
 

Die offene Bauform ist sowohl mit als auch ohne Wasserkühlung lieferbar. Der Vorteil dieser Bauform liegt darin begründet, dass der Umlenkwinkel in einem weiten Bereich einstellbar ist. Der freie Spiegeldurchmesser beträgt 39 mm.


Luftgekühlter Umlenkspiegel
Wassergekühlter Umlenkspiegel mit seiner Trägerplatte und den darin integrierten Justierschrauben.
 

Die prismatische Bauform für Strahlumlenkungen von 90° besteht aus einem festen Umlenkblock, auf welchem eine Justierplatte aufsitzt, die den Spiegel trägt. Der Durchmesser der Öffnungen für den Strahldurchlass beträgt 30 mm.

An die Strahleintritts- und -austrittsseite können bei dieser Bauform unmittelbar Strahlverrohrungen angeschlossen werden. Dadurch wird ein vollständig abgeschlossener Strahlweg ermöglicht. Die Rohranschlüsse besitzen jeweils einen Spülluftanschluss und sehen einen Innendurchmesser der Strahlrohre von 56 mm vor.

Das prismatische Umlenkmodul lässt sich in verschiedenen Einbaulagen montieren. Die nebenstehende Zeichnung zeigt die möglichen Anschraubflächen in verschiedenen Graustufen. Die einer Fläche zugeordneten Schrauben sind in gleicher Farbe gezeigt. (Alle Bohrungen besitzen Gewinde, so dass auch durch die Halterung hindurch angeschraubt werden kann.)

Die Feinjustage der Spiegel erfolgt bei beiden Bauformen über die Stellschrauben der Dreipunktauflage. Durch die Anordnung der Stellschrauben sind die Strahlrichtungsfreiheitsgerade in x- und y-Richtung von einander nahezu entkoppelt. Dieses ermöglicht ein einfaches Vorgehen, bei welchem der Spiegel stets im Kreuzungspunkt der Mitten von Strahleintritt und Strahlaustritt positioniert bleibt:

Um den Strahl in horizontaler Richtung auszurichten, wird die in vertikaler Richtung alleinstehende Stellschraube so weit gedreht, dass sich der Strahl bis zur halben Wegstrecke der gewünschten Position nähert. Die andere Hälfte des Stellweges wird mit dem gegenüberliegenden Schraubenpaar eingestellt, in dem beide Schrauben um den gleichen Winkel wie die einzelne Stellschraube in entgegengesetzter Richtung verstellt werden.
Zur Strahlausrichtung in vertikaler Richtung verfährt man auf analoge Weise.

Zu Wartungszwecken können die Spiegel aus den Halterungen entnommen und im gereinigten Zustand wieder eingesetzt oder durch neue Spiegel ersetzt werden, ohne dass eine Neujustage des Strahlengangs notwendig wird.

Durch Montage dieser Umlenkmodule auf pneumatisch oder motorisch bewegte Schlitten werden Strahlweichen mit bis zu drei Austrittsrichtungen realisiert.

Wir fertigen Ihnen auf Wunsch ebenfalls die für die Montage der Umlenkmodule notwendigen Basisplatten und Halterungen gemäß ihren anwendungsspezifischen Anforderungen. Auch konfektionieren wir Ihnen die Strahlführungsrohre bzw. eine komplette Optikeinhausung im Falle der Verwendung unserer offenen Optikmodule.