Die Polarisation der Laserstrahlung ist insbesondere für Schneidanwendungen ein bedeutender Parameter. Um eine von der Schneidrichtung unabhängige, gleichmäßig gute Schnittqualität zu erhalten, wird die im Laser erzeugte linear polarisierte Laserstrahlung mit Hilfe eines 90°-Phasenschieberspiegels (λ/4-Spiegel) zirkular polarisiert. Dabei muss die vom Laserstrahl und der Flächennormalen des Spiegels aufgespannte Einfallsebene in einem Winkel von 45° zur Polarisationsebene des Laserlichts ausgerichtet werden.

Von FEHA werden Polarisationsmodule in unterschiedlichen Varianten angeboten.

Bezeichnung' Einbauart Umlenkwinkel Strahlververlauf
linear fixiert / geschlossen Strahlversatz je 35 mm in
x- und y-Richtung
justierbar / offen 0°±...
90°-Umlenkung (-) stehend 90° nach -x Strahleintritt 90 mm über der Basis,
Strahlaustritt seitlich, 40 mm über der Basis
liegend 90° nach -y Strahleintritt 40 mm über der Basis,
Strahlaustritt nach unten um 50 mm in +x-Richtung versetzt
90°-Umlenkung (+) stehend 90° nach +x Strahleintritt 90 mm über der Basis,
Strahlaustritt seitlich, 40 mm über der Basis
hängend 90° nach +y Strahleintritt 40 mm unter der Basis,
Strahlaustritt nach oben um 50 mm in +x-Richtung versetzt
Alle genannten Polarisationsmodule besitzen Strahldurchlassöffnungen von 24 mm und sind wassergekühlt.
 

Das lineare Polarisationsmodul wird unter 45° zur Laserauflage ausgerrichtet. Es besteht aus einem λ/4-Spiegel und einem nchfolgenden Umlenkspiegel. Beim Durchlaufen dieses Moduls erfährt der Laserstrahl einen Versatz in x- und y-Richtung um jeweils 35 mm. Die Strahlrichtung bleibt erhalten.

Bei der geschlossenen Bauform sind beide Spiegel gegen Anschlag fest eingelegt. Bei der offenen Bauform ist der Spiegel auf der Strahlausgangsseite justierbar gelagert. Anstelle dieses Spiegels kann in dieser Bauform auch das Leistungsmessgerät montiert werden, so dass ein kombiniertes Modul für die Zirkularpolarisierung des Laserstrahls und die Leistungsmessung entsteht.


Lineares Polarisationsmodul in geschlossener Bauform
 

Das Polarisationsmodul mit 90°-Umlenkung enthält einen jusierbaren Umlenkspiegel, mit welchem der um 90° umgelenkte ausgehende Laserstrahl ausgerichtet werden kann. Bei stehendem Einbau beträgt die Strahleintrittshöhe von der Basis aus gemessen 90 mm und die Austrittshöhe 40 mm. Bei liegendem Einbau beträgt die Strahleintrittshöhe 40 mm, wobei der Strahl das Modul nach unten verlässt, und der Austritt um 55 mm in +x-Richtung versetzt erfolgt.

Das Modul besitzt Anschlüsse für die Wasserkühlung und die Spülluft. Für die Verrohrung des Strahlweges kommen die gleichen Rohranschlüsse zum Einsatz wie bei den Umlenkmodulen in prismatischer Bauform.

Das Polarisationsmodul kann auch in gespiegelter Form bezogen werden, welches sich dann für stehende oder hängende Einbaulagen eignet. Für Hinweise zu Montageelementen und der Justiermöglichkeit siehe Strahlumlenker und Strahlweichen.