Die Leistungsmessung kann an jedem Ort im Strahlengang vorgenommen werden, an welchem eine Umlenkung des Strahls einzurichten ist. Die Messung erfolgt über einen Infrarot-Strahlungsdetektor nach dem Prinzip einer Atomlagen-Thermosäule. Dazu enthält das Messgerät eine Germanium-Prismenlinse, die auf der Strahleintrittsseite plangeschliffen und verspiegelt ist, so dass dort mehr als 99% der Strahlleistung reflektiert werden. Der transmittierte Strahlungsanteil wird auf die Messfläche des Sensors abgebildet.

Das Messsystem ist speziell zur Leistungsmessung von CO2-Laserstrahlung entwickelt worden und ist für alle möglichen Wellenlängen des CO2-Lasers einsetzbar (9,3-11,2 µm). Da der Messvorgang von der Wellenlänge und dem Polarisationszustand des Laserstrahls am Messort abhängig ist, wird das Leistungsmessgerät werksseitig auf den jeweiligen Anwendungsfall bezogen kalibriert.

Die geringe Wärmekapazität des Sensors bewirkt kurze Reaktionszeiten und ermöglicht somit eine sehr hohe zeitliche Auflösung der Laserleistungsmessung bis über den Millisekundenbereich hinaus. Das nebenstehende Diagramm zeigt den Leistungsverlauf eines zeitlich modulierten Strahls.

Zum Lieferumfang gehört ein Netzgerät, welches den Senor mit Spannung versorgt. Für den Betrieb des Messsystems ist eine Wasserkühlung notwendig. Das zur Strahlungsleistung proportionale Ausgangssignal wird über eine BNC-Buchse abgegriffen. Soll mit dem Messgerät eine Bestimmung der absoluten Strahlleistung erreicht werden, ist eine Vor-Ort-Kalibrierung notwendig.

Das Messgerät ist sowohl für die offene Montage als auch in der Justierplatte für das 90°-Umlenkmodul integriert lieferbar. Für Hinweise zu Montageelementen und zu Justiermöglichkeiten siehe Strahlumlenker / Strahlweichen.